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Standhaft werden und bleiben: Resilienz am Arbeitsplatz - und wie kann Yoga dabei unterstützen!

Resilienz ist längst mehr als ein Modewort. Ob resiliente Lieferketten, mentale Gesundheit oder Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag – der Begriff begegnet uns überall. Doch was bedeutet Resilienz konkret im beruflichen Kontext? Und wie können wir sie aktiv stärken?

Resilienz beschreibt die Fähigkeit, mit Belastungen, Unsicherheiten und widersprüchlichen Anforderungen konstruktiv umzugehen. Ein zentrales Fundament dafür ist die psychische Kohärenz: das Erleben von Sinnhaftigkeit, Verstehbarkeit und Handhabbarkeit. Genau hier setzt dieser Workshop an.

Gemeinsam werfen wir einen differenzierten Blick auf Belastungen am Arbeitsplatz, auf hohe Zielvorgaben und Erwartungshaltungen – und darauf, wie Stress entsteht, wenn wir den hohen Anforderungen nicht (mehr) gerecht werden können. Teilnehmende reflektieren ihre Rolle als Führungskräfte oder Mitarbeitende und prüfen, wie stimmig (kohärent) Herausforderungen, Verantwortung und eigene Ressourcen zusammenspielen. Ziel ist es, die eigene Leistung und die eigene Fähigkeit (Kompetenz) realistisch einzuordnen und sich Handlungsspielräume bewusster zu erarbeiten und zu gestalten.

Da resilientes Verhalten nie losgelöst vom Kontext ist, beschäftigen wir uns damit, wann welches Verhalten hilfreich ist – und wo realistische Grenzen akzeptiert werden müssen. Der Workshop verbindet psychologische Theorien mit praxisnaher Reflexion, unter anderem zu folgenden Themengebieten:

  • Negativitätsbias: Warum negative Gedanken und Ereignisse stärker wirken als neutrale oder positive, auch wenn diese eine gleiche Intensität erfahren.
  • Attributionstheorie: Wie wir das Verhalten von Kolleg:innen und Führungskräften beschreiben, um unsere emotionale Befindlichkeit auszubalancieren.
  • Somatische Marker: Wie unser Körper emotionale Erfahrungen speichert und so unsere Entscheidungen beeinflusst.
  • Broaden & Build Theorie: Wie positive Emotionen Denk- und Handlungsspielräume erweitern.

Und was hat das alles mit Yoga zu tun?

In einer Arbeitswelt, die zunehmend von Homeoffice, Bildschirmarbeit und Vereinzelung geprägt ist, verlieren wir leicht den Kontakt zu unserem Körper – und damit zu einer wichtigen Ressource für Selbstregulation. Wir müssen uns bewusst gedankenfreie Räume schaffen und unsere Wahrnehmung wieder schärfen, um so ein Gefühl der Kohärenz in uns aufzubauen. So kann (nicht nur) unser Arbeitsalltag nachhaltig sinnhaft und handhabbar werden.

Im Iyengar Yoga hat die Fluktuation moderner Belastungsbegriffe keine Bedeutung.

Wenn das vegetative Nervensystem auf Überforderung mit Überhitzung reagiert und der Verstand durch emotionale Spitzen irritiert wird, geht der Iyengar Yoga Übende auf die Matte und holt sich seine Erdung zurück.

Er stemmt seine Füße in den Boden und holt den Geist, der wie ein Satellit über dem Körper schwebt zurück in den Leib. In der Ausübung der Asanas kühlen sich Emotionen und Verstand ab. Kraft und Zuversicht haben im Körper ihren eigenen Sitz. Wird dieser Bereich aktiviert, reduzieren sich Ängste und Befürchtungen auf ihr relatives Maß. Atemtechniken führen den Atem im Pranayama zur Ruhe.

Und genau hier setzt die zweite Sequenz unseres Workshops an: Standhaftigkeit oder Stamina wird über Standhaltungen im Körper angelegt. Der Kontakt der Füße zum Boden ist die wortwörtliche Grundlage für die Fähigkeit stehen zu bleiben, auch wenn wir von plötzlichen Veränderungen überrascht werden.

Wir üben die 3 Formen des Kriegers:

  • In der Verbindung von Anatomie, Technik und Körperwahrnehmung wird der Körper zum Übungsraum für Aufrichtung und Stehvermögen.
  • Neue Synapsenbildung ermöglicht den Zugriff auf ungenutzte Kraftreserven, sodass der Atem auch bei Belastung ruhig und der Geist klar bleibt.
  • Über das Halten der Asanas lernen wir unsere Füße mit dem Boden zu verbinden und die Balance zu bewahren, so dass das Nervensystem sich geerdet und sicher fühlt.

Ein „Krieger“ fasst seine Entschlüsse nicht auf der Flucht, sondern bewertet seine Optionen mit Ruhe und Besonnenheit. Im Rückzug zur Körperrückseite aktiviert sich der Parasympathikus. Der Blick auf die Situation bleibt weit, die Perspektive reicht von Schläfe zu Schläfe und Entscheidungszwänge werden vermeiden.

Yoga zu praktizieren löst nicht alle Probleme. Yoga ist das Werkzeug, um ihnen mit Resilienz und Wachsamkeit zu begegnen und sie so aus der eigenen Kraft zu bewältigen.

Samstag

  • 10:00–13:00 Uhr – Prof. Dr. Susanne Maaß-Sagolla / Nils Sagolla (Psychologie, MSc.)
  • 14:00–17:00 Uhr – Karin Meurer (zertifizierte Iyengar Yogalehrerin)

Sonntag

  • 9:00–12:00 Uhr – Prof. Dr. Susanne Maaß-Sagolla / Nils Sagolla (Psychologie, MSc.)
  • 13:00–16:00 Uhr – Karin Meurer (zertifizierte Iyengar Yogalehrerin)

Datum:

18./19.04.2026

Zeit:

10:00 – 17:00 Uhr / 09:00 – 16:00 Uhr

Kosten:

455,00 € zzgl. 19 % MwSt.
Die Anmeldungen erfolgen per E-Mail unter info@dialogueatwork.de
Stornierungen bis 8 Tage vorher kostenfrei, bis 4 Tage vorher 50 %, danach wird der Gesamtbetrag berechnet.