Leistung braucht Balance
Wirksame Führung durch Positive Psychologie & konstante Yogapraxis
Nachhaltige Leistungsfähigkeit entsteht dort, wo fachliche Kompetenz, psychologische Ressourcen und körperliche Selbstwahrnehmung zusammenwirken. Ansätze, die sich konzeptionell ergänzen, ermöglichen einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen und schaffen vielfältige Zugänge zum Lernen und zur persönlichen Entwicklung. Unterschiedliche Lernvoraussetzungen können so besser berücksichtigt und neue Kompetenzen leichter integriert werden.
Dieser Workshop verbindet fundierte Erkenntnisse der Positiven Psychologie und modernen Führungsforschung mit unmittelbar erfahrbaren Methoden. Die Teilnehmenden entwickeln neue Perspektiven auf ihren eigenen Führungsstil, stärken ihre persönliche Resilienz und Wahrnehmungsfähigkeit und erhalten praxisnahe Werkzeuge, um eine leistungsfördernde, wertschätzende und zukunftsfähige Unternehmenskultur aktiv mitzugestalten.
Wie Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit und wirksame Führung zusammenhängen
Führungskräfte stehen heute vor einer doppelten Herausforderung: Sie sollen wirtschaftliche Ergebnisse sichern und gleichzeitig Motivation, Gesundheit und Veränderungsbereitschaft ihrer Mitarbeitenden stärken. Nachhaltige Leistungsfähigkeit entsteht jedoch nicht durch höheren Druck, sondern durch die Fähigkeit, Potenziale gezielt zu entwickeln – bei sich selbst und im Team.
Freude, Zufriedenheit und psychische Ressourcen werden im Arbeitsalltag oftmals noch unterschätzt. Während Kennzahlen gut messbar sind, bleiben Faktoren wie Motivation, Vertrauen, Zusammenarbeit oder wertschätzende Kooperation häufig unsichtbar – obwohl sie entscheidend dazu beitragen, wie leistungsfähig, kreativ und gesund Menschen langfristig bleiben.
Was erwartet Sie in der ersten Hälfte unseres zweitägigen Workshops:
Theoretische Modelle treffen auf sofortige praxisnahe Anwendung. Praktische Übungen, Selbstreflexion und ein theoretisches Fundament werden miteinander verbunden. Die Teilnehmenden lernen, wie ihre eigenen Ressourcen, eine wirksame Führung und die organisationale Entwicklung zusammenwirken und sich gegenseitig stärken.
Auf der individuellen Ebene erfahren Sie, warum Freude, Neugier und intrinsische Motivation wesentliche Voraussetzungen für Innovation und Veränderungsbereitschaft sind. Ein Schwerpunkt liegt auf den Bedingungen erfolgreichen Lernens und Arbeitens sowie auf der Broaden-and-Build-Theorie von Barbara Fredrickson, die zeigt, wie positive Emotionen den Aufbau persönlicher Ressourcen fördern.
Auf der Führungsebene stehen die drei grundlegenden psychologischen Bedürfnisse im Mittelpunkt, die aus der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan hervorgehen:
- Kompetenz – das Bedürfnis, Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen und Wirksamkeit zu erleben.
- Autonomie – das Bedürfnis, selbstbestimmt handeln und Entscheidungen verantwortungsvoll treffen zu können.
- Soziale Eingebundenheit – das Bedürfnis nach Vertrauen, Zugehörigkeit, Anerkennung und tragfähigen Beziehungen.
Wer diese Faktoren versteht und gezielt fördert, schafft die Voraussetzungen für Motivation, Lernbereitschaft, Kreativität und eine gesunde Unternehmenskultur. Führungskräfte und Mitarbeiter erhalten konkrete Impulse wie Potenziale und Entwicklungsfelder ihren eigenen beruflichen Alltag bereichern können.
Auf der organisationalen Ebene lernen Sie den auf Appreciative Inquiry basierenden 4E-Zyklus (Entdecken – Erfinden – Entwickeln – Erfahren) kennen. Sie setzen sich damit auseinander, wie Teams – insbesondere in Veränderungsprozessen – ihre Stärken aktivieren, gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln und eine Kultur des Lernens, der Beteiligung und des Empowerments gestalten können.
Ein Diskussionsimpuls widmet sich der Frage, welchen Einfluss Geld, Wohlstand und materielle Sicherheit tatsächlich auf unser Wohlbefinden haben. Gemeinsam betrachten wir, wann finanzielle Faktoren Zufriedenheit fördern, wo ihre Wirkung an Grenzen stößt und welche weiteren Einflussgrößen langfristig Motivation, Gesundheit und Lebensqualität unterstützen.
„Freude und Gleichgewicht sind nicht das Ziel, sondern der Ursprung unseres Tuns.“
– Karin Meurer
Die Mitte unseres Lebens verlangt ein Höchstmaß an Energie wie die Arbeit an persönlichen und beruflichen Zielen, die Kindererziehung im heutigen Zeitgeist, das persönlichen Beziehungsnetz, das die Belastungen unserer alltäglichen Achterbahn ausgleichen soll. Die Suche nach Glück und Zufriedenheit bricht sich an unseren täglichen, unermüdlichen und nie ganz ausreichenden Bemühungen, den Alltag mit seinen Ansprüchen zufriedenstellend zu bewältigen.
Genervt von guten Ratschlägen und Kalendersprüchen brauchen wir ein wirksames Instrument, dass uns im Alltag in jedem Moment zur Verfügung steht. Wir können lernen den Raum für Freude und Balance in uns zu öffnen – unabhängig von dem Auf und Ab unserer Erfahrungen.
Die unmittelbare Wirkung von Yoga Praxis zur Bewältigung negativer Erlebnisse ist in Meta-Studien belegt.
Holger Cramer, Professor für komplementärmedizinische Verfahren an der Universität Tübingen begleitete eine Langzeitstudie zum Thema: Können Yoga und Meditation den Zusammenhang zwischen Lebenskrisen und depressiven Verstimmungen positiv beeinflussen? Festgestellt wurde, dass Yoga-Praxis eine unmittelbare Wirkung auf die Verarbeitung negativer Ereignisse hatte, da der meditative Anteil von Yoga die Konzentration auf den gegenwärtigen Moment lenkt, sodass negative Gedankenkreise durchbrochen werden.
Im Iyengar Yoga greifen wir diese Konzentrationsfähigkeit auf und leiten sie direkt in den Körper geleitet, wo dann gehalten werden soll. Diese Methode lässt kein Abschweifen zu. Die Genauigkeit in der Anleitung, um Ausrichtung und Aufrichtung kommt unserem natürlichen Bedürfnis nach Ordnung und Klarheit entgegen. Die Umwandlung mechanischer Körperabläufe in gezielte Bewegung, Atem und Kraft drängen das Geräusch der Gedanken und ihre anhängigen Emotionen in den Hintergrund. Das Verweilen in den Haltungen eröffnet den Blick in den inneren Leib und ein bis dato noch nicht genutztes Potential kann sich entfalten. In dem sich öffnenden Raum herrscht Stille. Die Lautstärke des täglichen Lebens wird gedimmt. Die Fähigkeit jegliche Lebenssituation anzuhalten, sie im Sinne des Gleichgewichts einzuordnen, wird unmittelbar erfahren. Es ist die persönliche Pausentaste. Freude und Balance entstehen. Eine kontinuierliche Praxis wird keine lästige Pflicht, sondern ein Bedürfnis.
Was erwartet Sie in der zweiten Hälfte unseres zweitägigen Workshops mit Iyengar Yoga:
- Am ersten Tag unseres Workshops liegt der Schwerpunkt auf herzöffnenden und stimmungshebenden Haltungen, die uns helfen in Krisenzeiten Kurzatmigkeit und Stimmungsschwankungen effektiv zu begegnen. In Umkehrhaltungen stellen wir die Welt auf den Kopf und gewinnen neue Blickwinkel.
- Am zweiten Tag stabilisieren wir die Körpermitte mit Gleichgewichtsübungen, sodass uns unvorhergesehene Ereignisse nicht mehr auf „dem falschen Fuß“ erwischen. Wir kräftigen unsere Körperrückseite und stärken uns in Zukunft den Rücken selbst. Im Anschluss lernen wir verschiedenen Atemtechniken kennen. Ein energetisch anspruchsvolles Leben verlangt nach Erholungsphasen, die mit Pranayma Übungen zu tiefem und erholsamem Nachtschlaf führen.
Freude braucht keinen Anlass.
Sie ist bereits in uns enthalten. Sie ist der Motor unseres Handelns. Wir müssen nur die Tür öffnen.
Samstag
- 10:00–13:00 Uhr – Prof. Dr. Susanne Maaß-Sagolla / Dr. Nils Sagolla
- 14:00–17:00 Uhr – Karin Meurer (zertifizierte Iyengar Yogalehrerin)
Sonntag
- 9:00–12:00 Uhr – Prof. Dr. Susanne Maaß-Sagolla / Dr. Nils Sagolla
- 13:00–16:00 Uhr – Karin Meurer (zertifizierte Iyengar Yogalehrerin)
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