Entscheiden, ohne zu blockieren
Fehlende oder brüchige Entscheidungen, unklare Absprachen oder immer wieder vertagte Entscheidungsprozesse prägen den Alltag vieler Organisationen. Sie führen zu Reibungsverlusten, Frustration und dem Gefühl, trotz Engagement nicht voranzukommen. Dabei sind selten ein Zeichen mangelnder Verantwortungsübernahme einzelner Personen. Viel häufiger sind sie ein Signal der Organisation . Die Folgen zeigen sich im Alltag deutlich: Projekte verzögern sich, Verantwortung diffundiert, engagierte Mitarbeitende verlieren Energie – während Entscheidungen immer wieder neu aufgerollt werden.
Wo Schutzräume für kreative Prozesse fehlen, Vereinbarungen wenig Verbindlichkeit haben und Mitarbeitende nicht ausreichend in sich verändernde Auftragsbedingungen einbezogen werden, braucht es vor allem eines: eine klare, anschlussfähige und flexibel anwendbare Entscheidungslogik . Nur so können Unternehmen angemessen und handlungsfähig auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen reagieren.
Genau an dieser Stelle setzt der Workshop an: Wir machen uns vertraut mit unterschiedlichen Formen der Entscheidungsfindung in Unternehmen und Teams. Dabei stellen wir uns drei zentrale Fragen:
- Wie kann eine Veränderung hin zu einer flexibleren Entscheidungslogik gelingen, auch wenn sie immer noch auf ein altes Mindset trifft?
- Wie können wir uns Entscheidungsoptionen erarbeiten, deren Konsequenzen von allen mitgetragen werden?
- Sind wir als Unternehmen/ Organisation oder Team bereit, diese Investition in Entscheidungsfindungsprozesse zu leisten?
Wir beleuchten zunächst die Mehrheitsentscheidung , die in vielen Organisationen nach wie vor gängige Praxis ist. Doch wie tragfähig ist ein Ergebnis von 49:51? Wann sind Mehrheitsentscheidungen sinnvoll – und wann blockieren sie Verantwortung, Commitment und Umsetzung?
Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit der Konsent-Entscheidung , wie sie in soziokratischen Prozessen Anwendung findet. Sie basiert auf dem bewussten Einbeziehen von Einwänden. Diese werden nicht als Störung verstanden, sondern als wertvolle Ressource, um Entscheidungen zu schärfen, Endlosdiskussionen zu vermeiden und handlungsfähig zu bleiben.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Systemische Konsensieren (nach Erich & Volker Visotschnig). Im Gegensatz zur Mehrheitsentscheidung wird hier der Widerstand gegen mögliche Optionen sichtbar gemacht und aktiv berücksichtigt. Paradoxerweise entstehen dadurch oft tragfähigere Entscheidungen, weniger Gegenstimmen und kaum Enthaltungen.
Welche Methode wann und wie eingesetzt wird, hängt vom Thema, vom Projekt, vom Team und vom jeweiligen Kontext ab. Eine zentrale Voraussetzung ist die Bereitschaft, die eigene Entscheidungslogik zu reflektieren und neu auszurichten . So entsteht Raum, um den Fokus wieder klar auf das eigene Unternehmen, das Projekt(-team) oder die jeweilige Aufgabe zu richten – und Entscheidungen wirksam umzusetzen.
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Stornierungen bis 8 Tage vorher kostenfrei, bis 4 Tage vorher 50 %, danach wird der Gesamtbetrag berechnet.
